Werden und Umgebung

 

 

 

 

 

Sogleich wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Es entstand ein spätromanischer Bau, der 1275 durch St. Albertus Magnus eingeweiht wurde.
In der Barockzeit wurde die Kirche neu ausgestattet. Sie erhielt neben dem geschnitzten Chorgestühl auch einen neuen Hochaltar. Dieser wurde vermutlich von dem in Düsseldorf residierenden Kurfürsten Jan Wellem gestiftet. Bemerkenswert ist die Konstruktion des Altars. Das Altarbild, welches das sogenannte Baumwunder zeigt, wird zu Hochfesten heraufgezogen und ein auf seinem Schrein thronender Ludgerus wird sichtbar.

1802 wurde das Kloster aufgehoben und die Kirche fiel in die Hände des preußischen Staates, der sie der Katholischen Gemeinde zur Verfügung stellte; noch heute ist das Land Nordrhein-Westfalen, nicht die Kirchengemeinde, Eigentümer dieses Sakralbaues.
1993 wurde die Abteikirche durch Papst Johannes Paul II zur Basilika minor erhoben.



Sehenswert ist die Schatzkammer. Hier befinden sich eine Elfenbeinpyxis aus dem 5. Jh., ein Reliquienkasten, 8. Jh., der sogenannte Liudger-Kelch, 9. Jh. und vor allem das Helmstedter Kreuz, ein Bronzekruzifix, um 1060, aus dem mit Werden in Personalunion regierten Kloster Helmstedt.

Im 18. Jh. erhielt die von Ludgerus errichtete Abtei neue Gebäude im barocken Stil. Abt Benedikt begann 1737 mit dem Bau der Meierei. Beendet wurde die Bautätigkeit der Äbte 1794 durch Abt Bernhard II mit der Vollendung des Torhauses.
Nach der Säkularisation wurden die Abteigebäude als Gefängnis genutzt. 1929 wurde das Gefängnis aufgelöst. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden die Abteigebäude Sitz der Folkwangschule für Musik, Tanz und Theater und für Gestaltung, Handwerk und Kunstgewerbe. Seit 1964 ist die Folkwangschule für Musik, Tanz und Theater Hochschule.

Die Folkwangschule für Gestaltung, Handwerk und Kunstgewerbe hingegen wurde aufgelöst, Teile in die Universität Gesamthochschule Essen integriert. 1989 wurde die neue Aula eingeweiht.