Werden und Umgebung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ortskern von Werden enthält viele alte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Älte­ster Profanbau ist ein romanisches Haus in der Hufergasse. Am Giebel des in der heutigen Form durch Umbauten des 19. Jh. bestimmten Ge­bäudes sieht man Reste eines Steinhauses des 12. Jh. Auf heutigem Werdener Gebiet sind zwei Rittersitze erhalten; einmal das noch heute existierende Haus Heck, es wurde 1803 wieder aufgebaut und das nur noch in den Fundamenten des Hauses Heckstraße 18 existierende Haus Fuhr. Ansonsten sind die älteren Bürgerhäuser überwiegend schmucklose, nur teilweise verkleidete Fachwerkbauten. Sehr schö­ne Beispiele für die vor allem im Bergischen weitverbreitete Schieferkunst sind die Häuser Grafenstraße 43 und Heckstraße 1.
Im 17. Jh. entwickelte sich die Tuchmacherzunft stark und ließ einige Werkstätten entstehen. Das auf 1756 datierte Weberhaus, Grafenstraße 57/59, ist ein interessantes Beispiel für das Wohnen und Arbeiten im 18. Jh.. An der Giebelseite erkennt man zwei getrennte Haushälften mit unterschiedlichen Geschosshöhen und Fenstergrößen. Im 18. Jh. setzte rege Bautätigkeit ein.

Eine Reihe wichtiger Bauten entstand, so das auf 1770 datierte Wohnhaus des letzten abteilichen Kanzleidirektors Dingerkus in der Grafenstraße 49, ebenso das gegenüber der Abteikirche liegende Pastorat, die Klosterschule und das Waisenhaus (Brückstraße 75/79/83/85).

Im 19. Jh. kam es zur Gründung einiger großer Tuchfabriken. Die Fabrikanten errichteten ihre Villen vorzugsweise am Ruhrufer. Ein schönes Beispiel ist das klassizistische Wohnhaus Heckstraße 75 von 1835. Ende des 19. Jh. entstanden am Wesselswerth einige repräsentative Bauten wie z. B. die Reichsbank und das Amts­gericht, heute Jugendzentrum.
Sehenswert sind außerdem noch die fast komplett unter Denk­malschutz gestellten Forstmannstraße und Huffmannstraße.
Als bis Ende des 19. Jh. die Evangelische Kirchengemeinde Werden stark gewachsen war —wichtige Unternehmer wie Krupp gehörten dazu— wurde der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Sie sollte nicht nur die größere Gemeinde aufnehmen, sondern auch einen Akzent im Stadtbild von Werden setzen.