März 2025: Werdener Schüler optimiert die Bücherausgabe
Tim Löffler aus der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums Werden entwickelte eine Online-Anwendung zur Katalogisierung und Verwaltung von Schulbüchern und sicherte sich damit beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Duisburg den 1. Platz. Anfang April folgt das Landesfinale in Leverkusen.
Alle Schulkinder und Eltern kennen diese Termine: In den ersten Tagen eines neuen Schuljahres werden an allen Schulen die Schulbücher an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Und noch viel wichtiger – am Ende des Schuljahres auch wieder eingesammelt. Am Gymnasium Werden muss der Überblick über ca. 15.000 Exemplare behalten werden.
Mit diesem Problem beschäftigte sich der Werdener Gymnasiast Tim Löffler im Rahmen seines diesjährigen „Jugend forscht“-Projektes. Alles begann mit einer Projektarbeit im Rahmen des Informatik Differenzierungskurses der Jahrgangsstufe 10 im letzten Schuljahr. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, eigene Webanwendungen zu planen und zu entwickeln, die ein Problem aus der Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler löst. Tim entschied sich für das „Schulbuchproblem“, das wohl an jeder Schule bisweilen auftritt: Ein Schulbuch geht verloren, taucht später an einem anderen Ort wieder auf und die mühselige Suche nach dem ursprünglichen Besitzer beginnt. Könnte eine an die Bedürfnisse von Schulen angepasste Software dieses Problem nicht effektiver lösen?
Der Junginformatiker analysierte im Folgenden den bisherigen Verwaltungsprozess, identifizierte Schwachstellen und entwickelte im Rahmen seiner Projektarbeit einen ersten Prototyp. Doch damit nicht genug. Während seines Auslandsaufenthalts in Neuseeland nach den Sommerferien entwickelte Tim die Anwendung von Grund auf neu und erweiterte sie um zusätzliche Features. Mittlerweile unterstützt die Software die Katalogisierung der Bücher, den Ausleihe- und Rückgabeprozess sowie die Identifikation jedes Buches mittels Tablets oder Handys.
„Tim zeigt mit seinem Ansatz, wie Softwareentwicklung im besten Fall funktioniert. Eine Situation aus dem Verwaltungsalltag wurde umfassend analysiert und eine maßgeschneiderte Lösung entworfen und umgesetzt“, kommentiert Michael Albrecht, Lehrer für Informatik- und Chemie am Gymnasium Werden und Tims Projektbetreuer.
Dies sah auch die Jury so und schickt Tim als Vertreter der Region westliches Ruhrgebiet/Niederrhein zum „Jugend forscht“-Landesfinale. Auf Tim warten drei spannende Tage bei der Bayer AG in Leverkusen, wo er sein Projekt der nordrhein-westfälischen Jury präsentieren darf.